Das RASA TEA TIME Team freut sich, mit der ersten Neuerscheinung im Januar des Jahres 2008 wieder einmal AGKs Sitarmusic auf CD heraus zu bringen - sieben Jahre nach INDIAN MUSIC I. Der Zeitpunkt markiert das vierzigjährige Jubiläum seiner Karriere als Sitarspieler, die im Jahre 1968 mit dem Studium bei Imrat Khan im Nord-Londonder West Hampstead begonnen hatte.
Um dem Hörer Raum zu lassen, in welchem er zwar durch die Musik inspiriert, jedoch nicht von ihr beeinträchtigt wird, hat AGK beim Entwurf der CD-Produktion auf die sehr schnellen Passagen der Raga-Interpretation verzichtet und erstmals klassische indische Ragas mit Ambient- und meditativen Stücken verbunden. Hierdurch - sowie das Herausfiltern hoher, in der vorliegenden Kombination inkongenialer Klangfrequenzen - erreichte er den gewünschten Zustand im dramaturgischen Ablauf des Albums. Über die Musik selbst sagt AGK folgendes:
Der Titel INDIAN MUSIC enthält trotz seiner anscheinenden Eindeutigkeit eine Ambivalenz, eine leise Wehmut. Die Übersetzung auf eine andere Ebene, welche die Person Vilayat Khan mit seiner Sitar, seinen Alaapas, seinen poetischen Wendungen für mich schuf, heiligte die Musik. Vilayat Khan war nicht deshalb interessant, weil er Inder war und indische Musik spielte; er hätte auch bayerischer Bildhauer sein können, moderner Lyriker oder Architekt, ich hätte seine Arbeit trotzdem interessant gefunden. Durch ihn habe ich zu dem Ideal gefunden, aus jedweder Situation etwas von erhabener Schönheit zu schaffen. Auf der anderen Seite bin ich trotz der besagten vierzig Jahre, seit denen ich als Sitarspieler unterwegs bin, nicht nur an indischer Musik interessiert, eher an jeglicher Ausdrucksform, welche dem obigen Ideal dient.
Doch Vilayats Musik war immer noch traditionelle Musik, mit all den Anhängseln, Eitelkeiten und Begleiterscheinungen, all dem Konkurrenzdenken und Wettstreit des Khanschen Reitervolkes von dem sie abstammte. Und sie besaß einen entsprechend fixen Ablauf, dem man folgte und wo letztlich doch wieder Applaus für die Ebene der Virtuosität gesucht wurde. Um die Musik der Zukunft zu finden, musste ich weiter forschen. Ich glaube es war der Gitarist Carlos Montoya, der auf die Frage, warum er alles so schnell spiele, erwiderte: "Weil ich kann". Diese Mentalität galt es - rückblickend auf vier Jahrzehnte der Sitar-Übung - zu vermeiden. "Du spielst nur meditativ, weil du nicht schnell spielen kannst", sagte Virtuoso. "Du spielst nur virtuos, weil du rastlos bist", sagte Yogi. Eine Patt-Situation.
Die vorgelegten Stücke sollen psychische Räume der Empfindung öffnen, welche durch die Vilayat-Khani Art emotionaler Verfeinerung ermöglicht wird. Obwohl meinem künstlerischen Suchen eine mystische Motivation und ein futuristisches Anliegen inne wohnen, war mir stets unwohl bei der Idee, auf eine Schiene, sei es Esoterik oder New Age festgelegt zu werden. Es wird Zeit, klarzustellen, dass ich am Zustand jenseits aller Traditionen, Pfade oder Kategorien interessiert bin.
Mein Bestreben war, ein Album zu schaffen, das ´unter allen Umständen´, zu jeder Tages-, Jahreszeit, jeglicher Phase eines natürlichen Zyklus, jeglicher Gemütsverfassung und schließlich zu einer guten Tasse Tee Bestand hat.
Januar 2008 © Al Gromer Khan
im Radio eine Auswahl
hr2 20.Januar 2008 Sendung Voyager
www.hos.com
Hearts of Space
PGM 839 : "PLANET INDIA"
Playlist
PGM NOTE : orbiting the Indian music soundscape
FIRST BROADCAST : 23-May-2008
INTRO : As we stream into the 21st century, the rich legacy of Indian music continues to expand around the world. Seen as a kind of exotic 'seasoning' when classical masters like ALI AKBAR KHAN and RAVI SHANKAR came to the west in the 1950s, it survived its trendy status as a psychedelic curiosity in the 1960s, and has gone on to influence several generations of western musicians, from avant-garde and electronic to devotional.
In an age of rapid innovation and stylistic change, Indian music has proven to be amazingly durable due to its profound insight into tone and rhythm...and use of the drone — a gravitational center that keeps some of the world's best musicians in its orbit.
On this transmission of Hearts of Space, another journey in the Indian music orbit called PLANET INDIA.
AL GROMER KHAN
I Got Vilayat Khan's Blessing < 10:56->15:06>
: INDIAN MUSIC II ; RasaTeaTime Music 84460; 2008
: Info: www.rasateatime.com; www.algromerkhan.com
NIGHTTIDES
MySpace-URL:
http://www.myspace.com/nighttideskcur
5/4/2008
8:30 – 9:00 p.m.
• Al Gromer Khan
A Bageswari Poem / Indian Music II ~ Rasa Music
3/30/2008
• Al Gromer Khan
A Bageswari Poem / Indian Music II ~ Rasa Music
3/16/2008
• Al Gromer Khan
Raga Sarasvati / Indian Music II ~ Rasa Music
3/9/2008
9:00 - 9:30 p.m.
• Al Gromer Khan
A Tantric Song / Indian Music II ~ Rasa Music
3/2/2008
8:30 – 9:00 p.m.
• Al Gromer Khan
Raga Tilak Kamod / Indian Music II ~ Rasa Music
2/17/2008
9:30 - 10:00 p.m.
• Al Gromer Khan
I Got Vilayat Khan’s Blessing / Indian Music II ~ Rasa Music
Happy Valentine's Day! 2/10/2008
10:00 – 10:30 p.m.
• Al Gromer Khan
Raga Ahir Bhairav Alaap / Indian Music II ~ Rasa Music
2/3/2008
9:00 - 9:30 p.m.
• Al Gromer Khan
Raga Ahir Bhairav Gat / Indian Music II ~ Rasa Music
Radio Prag
10.03.2008
Al Gromer Khan - Caru Caru [Indian Music II, RASA Music 2008]
Al Gromer Khan - Raga Ahir Bhairav Alaap [Indian Music II, RASA Music 2008]
Al Gromer Khan - Fargo [Another Kind of Silence, RASA Music 2007]
Al Gromer Khan - The Quiet World of Shri Nityananda (excerpt) [Turya, RASA Music 2006]
Al Gromer Khan & Klaus Wiese - The Alchemy of Happiness (excerpt) [The Alchemy of Happiness, RASA Music 2006]
Al Gromer Khan - Isfahan Days [Future Lounge, New Earth 2002]
Al Gromer Khan & Amelia Cuni - Monsoon Point (excerpt) [Monsoon Point, New Earth 1995]
www.hr-online.de/website/radio/hr2/download
www.hos.com
www.myspace.com/nighttideskcur
www.radio1.cz/seance/